Marktmechanik · Verfall & Ausübung

Optionsverfall erklärt: was zwischen letztem Handel und Montag passiert

Am Verfallstag endet der Handel in US-Aktienoptionen um 16:00 Uhr New Yorker Zeit. Danach entscheidet nicht mehr der Markt, sondern ein Regelwerk: Optionen, die mindestens 0,01 $ im Geld liegen, übt die Clearingstelle OCC automatisch aus, und Inhaber können bis 17:30 Uhr ET noch anders entscheiden. Wer verkaufte Optionen nahe am Strike hält, erfährt deshalb oft erst am Samstag oder Montag, ob er Aktien geliefert bekommt.

Von Daniel Berg ·

Der US-Verfallstag in Zahlen

Auto-Exercise ab

0,01 $ im Geld

Letzter Handel Aktienoptionen
16:00 Uhr ET
Ausübungsfrist (OCC-Regel)
17:30 Uhr ET
Monatliche SPX-Optionen
Donnerstag, AM-Settlement
DAX-Optionen (Eurex)
13:00 Uhr MEZ

ET = New Yorker Zeit. Ihr Broker darf frühere Fristen setzen und tut das meist.

Der Ablauf am Verfallstag, Stunde für Stunde

Standardoptionen auf US-Aktien und ETFs verfallen am dritten Freitag des Monats; Wochenoptionen an ihrem jeweiligen Verfallstag. Der Verfallstag ist zugleich der letzte Handelstag. Für Händler in Deutschland heißt das: Die entscheidenden Minuten liegen am späten Abend.

Ablauf an einem US-Verfallstag (Freitag)
Uhrzeit (ET)In DeutschlandWas passiert
9:30 Uhr15:30 UhrEröffnung. Monatliche SPX-Optionen sind schon verfallen; ihr Abrechnungswert entsteht aus den Eröffnungskursen der S&P-500-Aktien.
16:00 Uhr22:00 UhrHandelsschluss für verfallende Aktienoptionen sowie für verfallende SPXW- und XSP-Optionen. Einige große ETF-Optionen (z. B. SPY, QQQ) dürfen nach den Börsenregeln bis 16:15 Uhr gehandelt werden.
16:00–17:30 Uhr22:00–23:30 UhrKein Handel mehr in der verfallenden Serie, aber die Aktie wird nachbörslich weiter gehandelt. Inhaber können ausüben oder eine Nicht-Ausübung melden.
17:30 Uhr23:30 UhrSpätester Zeitpunkt für Ausübungsentscheidungen gegenüber der OCC. Broker setzen eigene, frühere Fristen.
Nacht zum SamstagDie OCC verarbeitet die Ausübungen und teilt sie zufällig Clearingmitgliedern mit Short-Positionen zu; die Broker verteilen sie weiter auf Kunden.
Samstag/MontagZuteilungen erscheinen im Depot. Aus einem Short Call werden 100 Aktien short, aus einem Short Put 100 Aktien long – je Kontrakt.

Letzter Handel: Aktienoptionen vs. Indexoptionen

Im normalen Handel laufen Optionen auf breite Indizes wie SPX und XSP sowie auf einige große ETFs bis 16:15 Uhr ET, also eine Viertelstunde länger als die Aktienbörse. Bei PM-abgerechneten Indexoptionen gilt das am Verfallstag nicht für die verfallende Serie: Sie wird nach Cboe-Regel 5.1 um 16:00 Uhr geschlossen, damit der Abrechnungswert – der Schlusskurs des Index – feststeht. Nicht verfallende Laufzeiten handeln bis 16:15 Uhr weiter. Für ETF-Optionen wie SPY enthalten die Börsenregeln keine solche Ausnahme: Verfallende Serien dürfen bis 16:15 Uhr gehandelt werden, obwohl die ETF-Anteile selbst um 16:00 Uhr schließen. Ob Ihr Broker diese letzten Minuten anbietet, steht in seinen Bedingungen.

Letzter Handel verfallender Optionen in den USA
ProduktLetzter HandelstagHandelsschlussAbrechnung
Aktienoptionen (z. B. AAPL)Verfallstag16:00 Uhr ETLieferung von 100 Aktien je Kontrakt
ETF-Optionen (z. B. SPY, QQQ)Verfallstagbis 16:15 Uhr ET (Börsenregel)Lieferung von 100 Anteilen je Kontrakt
SPXW, XSP (PM-Settlement)Verfallstag16:00 Uhr ETBarausgleich zum Schlusskurs des S&P 500
SPX monatlich (AM-Settlement)Donnerstag vor dem Verfall16:00 Uhr ET (Donnerstag)Barausgleich zum Eröffnungswert am Freitag (SET)

ETF-Optionen wie SPY werden zwar wie Indexoptionen gern zur Absicherung genutzt, sind aber amerikanisch und werden physisch beliefert: Ein ausgeübter SPY-Put bedeutet 100 SPY-Anteile, nicht Bargeld. SPX-Optionen sind dagegen europäisch – keine vorzeitige Ausübung – und werden in bar abgerechnet. Zuteilung im Sinne von „plötzlich Aktien im Depot“ gibt es bei SPX nicht.

Ausübung: 17:30-Uhr-Frist und Auto-Exercise ab 0,01 $

Die OCC übt verfallende Aktien- und ETF-Optionen automatisch aus, wenn sie mindestens 0,01 $ im Geld liegen. Das Verfahren heißt Exercise by Exception: Ausgeübt wird alles oberhalb der Schwelle, es sei denn, der Inhaber meldet ausdrücklich etwas anderes. Maßgeblich ist der Schlusskurs der Aktie im regulären Handel, nicht der nachbörsliche Kurs.

  • Nicht ausüben trotz „im Geld“: Ein Inhaber kann eine Nicht-Ausübung („do not exercise“) melden, etwa wenn die Aktie nachbörslich gefallen ist und die Ausübung eines Calls sich nicht mehr lohnt.
  • Ausüben trotz „aus dem Geld“: Umgekehrt kann ein Inhaber einen Call ausüben, der zum Schluss knapp aus dem Geld lag, weil die Aktie nach 16:00 Uhr gestiegen ist – etwa nach Unternehmensnachrichten.
  • Frist: Diese Entscheidungen müssen nach den Börsenregeln bis 17:30 Uhr ET vorliegen. Viele Broker verlangen sie deutlich früher, manche nehmen sie nur telefonisch an.
  • Kein Geld, keine Aktien: Fehlen für die Ausübung Kapital oder Margin, schließen viele Broker die Position am Verfallstag selbst oder üben nicht aus. Die Regeln dafür stehen in den Bedingungen des Brokers, nicht bei der OCC.

Pin-Risiko: wenn der Kurs am Strike klebt

Pin-Risiko trifft den Verkäufer einer Option, wenn die Aktie zum Handelsschluss genau am oder sehr nah am Strike steht. Er weiß dann nicht, ob die Gegenseite ausübt. Denn die Inhaber entscheiden bis 17:30 Uhr ET, und dabei zählt auch der nachbörsliche Kurs: Steigt die Aktie nach 16:00 Uhr, üben Call-Inhaber eher aus, fällt sie, lassen sie verfallen – oder umgekehrt bei Puts.

Beispiel: Short Call genau am Strike

Runde Annahmen zur Veranschaulichung – keine Marktdaten.

Position
1 Short Call
Strike
50 $
Schluss 16:00 Uhr
49,98 $
Nachbörslich
51,20 $
  1. 1Nach Handelsschluss

    Die Option liegt 0,02 $ aus dem Geld. Die OCC würde sie nicht automatisch ausüben, und der Verkäufer geht davon aus, dass sie wertlos verfällt.

  2. 2Nachbörsliche Nachricht

    Die Aktie springt auf 51,20 $. Ein Inhaber kann seinen Call bis 17:30 Uhr ET trotzdem ausüben und kauft so zu 50 $ etwas, das nachbörslich 51,20 $ kostet.

  3. 3Samstag

    Der Verkäufer erfährt von der Zuteilung: Er ist 100 Aktien short zu 50 $. Ohne Aktien im Depot ist das ein ungeplanter Leerverkauf.

  4. 4Montag

    Eröffnet die Aktie bei 52 $, beträgt der Verlust rund 200 $ gegenüber dem Strike – auf einer Position, die am Freitag als „wertlos verfallen“ galt.

Pin-Risiko entsteht nicht durch eine falsche Markteinschätzung, sondern durch Ungewissheit über die Entscheidung der Gegenseite. Die einzige sichere Absicherung ist, Short-Optionen nahe am Strike vor 16:00 Uhr zurückzukaufen.

Zuteilung über das Wochenende

Zwischen dem Verfall am Freitag und der Eröffnung am Montag können Sie auf eine Zuteilung nicht mehr reagieren. Die OCC teilt Ausübungen nach dem Verfall zufällig Clearingmitgliedern zu, die eine entsprechende Short-Position halten; die Broker verteilen sie nach einem eigenen, offengelegten Verfahren auf ihre Kunden. Sichtbar wird das Ergebnis meist erst am Samstag oder Montag früh.

  • Short Put zugeteilt: Sie kaufen 100 Aktien je Kontrakt zum Strike. Fehlt das Geld, entsteht ein Margin-Kredit oder eine Nachschussforderung – siehe Margin Call.
  • Short Call zugeteilt, ohne Aktien: Sie sind 100 Aktien je Kontrakt short. Eine Kurslücke am Montag geht voll zu Ihren Lasten.
  • Covered Call zugeteilt: Ihre Aktien werden zum Strike verkauft. Das ist das geplante Ergebnis, kann aber steuerlich ein Veräußerungsgeschäft auslösen – siehe Steuern auf Optionen.

Für die Wheel-Strategie und Covered Calls ist die Zuteilung übers Wochenende eingeplant. Gefährlich wird sie dort, wo sie nicht geplant war: bei Spreads, deren Absicherung verfallen ist, und bei Short-Optionen genau am Strike.

Spreads, die nur teilweise im Geld enden

Ein vertikaler Spread hat bis zum Verfall ein begrenztes Risiko, weil das gekaufte Bein das verkaufte absichert. Am Verfallstag kann diese Absicherung auseinanderfallen: Liegt der Kurs zwischen den beiden Strikes, wird das verkaufte Bein zugeteilt, während das gekaufte wertlos verfällt.

Beispiel: Bull Put Spread zwischen den Strikes

Runde Annahmen zur Veranschaulichung – keine Marktdaten.

Short Put
Strike 100 $
Long Put
Strike 95 $
Max. Verlust laut Spread
500 $ abzgl. Prämie
Schlusskurs
98 $
  1. 1Freitag, 16:00 Uhr

    Der 100er-Put liegt 2 $ im Geld und wird automatisch ausgeübt. Der 95er-Put liegt aus dem Geld und verfällt wertlos.

  2. 2Samstag

    Sie kaufen 100 Aktien zu 100 $ = 10.000 $. Die Absicherung durch den 95er-Put existiert nicht mehr.

  3. 3Montag

    Eröffnet die Aktie nach schlechten Nachrichten bei 88 $, liegt der Buchverlust bei 1.200 $ – mehr als doppelt so viel wie der maximale Verlust, den der Spread bis Freitag hatte.

Ein Spread ist nur bis zum Verfall „risikobegrenzt“. Liegt der Kurs am Verfallstag zwischen den Strikes, schließen Sie den Spread vor 16:00 Uhr oder mindestens das Bein, das im Geld liegt.

Bei Iron Condors gilt dasselbe für jede Seite. Bei bar abgerechneten Indexoptionen wie SPX entsteht dieses Problem nicht: Es wird nur die Differenz in bar verrechnet, eine Aktienposition gibt es nicht. Mehr zu Aufbau und Risiko in Spreads erklärt.

AM- und PM-Settlement: SPX gegen SPXW

Auf den S&P 500 gibt es zwei Produktfamilien mit gleichem Basiswert und unterschiedlicher Abrechnung. Wer das verwechselt, kann am Freitagmorgen eine Überraschung erleben.

SPX (monatlich) und SPXW im Vergleich
SPX monatlichSPXW (Wochen-/Tagesoptionen)
VerfallDritter FreitagJeder Handelstag (Montag bis Freitag)
Letzter HandelDonnerstag davorAm Verfallstag, 16:00 Uhr ET
AbrechnungswertEröffnungskurse der 500 Aktien am Freitag (Kürzel SET)Schlusskurs des S&P 500 am Verfallstag
AusübungsartEuropäisch, BarausgleichEuropäisch, Barausgleich

Beim AM-Settlement endet der Handel am Donnerstagabend, der Abrechnungswert entsteht aber erst am Freitagmorgen aus den Eröffnungskursen der einzelnen Aktien. Er kann deutlich vom Donnerstagsschluss und auch vom ersten Indexstand am Freitag abweichen, weil nicht alle Aktien gleichzeitig eröffnen. Zwischen Donnerstag 16:00 Uhr und Freitagmorgen können Sie die Position nicht mehr schließen – das Übernacht-Risiko liegt vollständig bei Ihnen.

Wochenoptionen und 0DTE: jeder Tag ein Verfallstag

Neben dem Monatsverfall gibt es Wochenoptionen. Für SPX und XSP sowie die großen Index-ETFs SPY, QQQ und IWM listen die Börsen Laufzeiten für jeden Handelstag von Montag bis Freitag. Deshalb gibt es dort täglich Optionen mit null Tagen Restlaufzeit (0DTE), für die alle Regeln dieses Guides an jedem Tag gelten.

Für einzelne Aktien gab es Wochenoptionen lange nur mit Verfall am Freitag. Seit Januar 2026 listen die US-Optionsbörsen nach einer SEC-Genehmigung auch Verfallstermine am Montag und Mittwoch für eine kleine Gruppe sehr großer, sehr liquider Werte – die Kriterien verlangen unter anderem mehr als 700 Mrd. $ Börsenwert und über 10 Millionen gehandelte Optionskontrakte im Monat. Zu Beginn waren das unter anderem TSLA, NVDA, AAPL, AMZN, META, MSFT und GOOGL; die Liste wird vierteljährlich neu bestimmt, an Tagen mit Quartalszahlen nach Börsenschluss gibt es keinen solchen Verfall. Welche Werte aktuell dazugehören, zeigt die Optionskette Ihres Brokers. Für den Verfall gelten dieselben Regeln: Handelsschluss 16:00 Uhr ET, Auto-Exercise ab 0,01 $, Ausübungsfrist 17:30 Uhr ET – nur eben mitten in der Woche.

Die Eurex-Regeln für Anleger in Deutschland

An der Eurex ist der Verfallstag ebenfalls der dritte Freitag des Monats, bei einem Feiertag der Börsentag davor. Die Uhrzeiten und Abrechnungsregeln unterscheiden sich aber deutlich von den USA. Alle Termine für 2026 und 2027 stehen im Kalender zum Hexensabbat.

Verfall an der Eurex im Überblick
DAX-Optionen (ODAX)Euro-Stoxx-50-Optionen (OESX)Aktienoptionen
Handelsende am Verfallstag13:00 Uhr12:00 Uhr17:30 Uhr
AbrechnungBar, DAX aus der Xetra-Intraday-Auktion ab 13:00 UhrBar, Durchschnitt des Index von 11:50 bis 12:00 UhrLieferung der Aktien
AusübungsartEuropäischEuropäischAmerikanisch (Ausübung an jedem Börsentag)

Wie bei SPX hängt bei DAX- und Euro-Stoxx-Optionen alles an einem einzigen Abrechnungspreis um die Mittagszeit, nicht am Schlusskurs. Und wie in den USA übt die Eurex im Geld liegende Long-Positionen am Verfallstag automatisch aus – standardmäßig ab 0,01 im Geld, wobei Clearingmitglieder den Mindestbetrag anpassen oder auf die Ausübung verzichten können. Ausübungsanweisungen nimmt die Eurex bei Indexoptionen bis 20:30 Uhr, bei Aktienoptionen bis 20:00 Uhr an; ausgeübte Aktienoptionen werden zwei Börsentage später beliefert. Wie Ihr Broker mit knapp im Geld liegenden Positionen und fehlender Deckung umgeht, regeln seine Bedingungen. Viele deutsche Privatanleger handeln Optionen allerdings über Broker, die Eurex-Kontrakte gar nicht anbieten – dann gelten die US-Regeln dieses Guides.

Wochenoptionen auf DAX und Euro Stoxx 50 verfallen an der Eurex am Freitag der jeweiligen Woche. Für tägliche Laufzeiten gibt es eigene End-of-Day-Kontrakte (etwa OEXP auf den Euro Stoxx 50), die an jedem Börsentag verfallen können und zum Ergebnis der Schlussauktion um 17:30 Uhr abgerechnet werden – nicht zur Mittagsauktion wie die Monatsoptionen.

Checkliste für den Verfallstag

  1. 1Fristen Ihres Brokers kennen. Wann ist sein Cut-off für Ausübung und Nicht-Ausübung, und schließt er Positionen ohne Deckung selbst?
  2. 2Short-Optionen nahe am Strike vor Handelsschluss schließen. Bei US-Optionen vor 16:00 Uhr ET, bei DAX-Optionen vor 13:00 Uhr.
  3. 3Spreads zwischen den Strikes nicht verfallen lassen. Mindestens das Bein im Geld schließen.
  4. 4Long-Optionen, die Sie nicht ausüben wollen, verkaufen. Ein Call 0,05 $ im Geld wird sonst ausgeübt – mit vollem Kapitalbedarf für 100 Aktien.
  5. 5Abrechnungsart prüfen. SPX monatlich (Donnerstag, AM) oder SPXW (Freitag, PM)? ETF (Lieferung) oder Index (bar)?
  6. 6Das Depot am Samstag oder Montag früh kontrollieren. Unerwartete Aktienpositionen sofort einordnen, bevor der Markt öffnet.

Häufige Fragen

Wann verfallen US-Optionen genau?

Standardoptionen auf Aktien und ETFs verfallen am dritten Freitag des Monats, Wochenoptionen an ihrem jeweiligen Verfallstag. Bei Aktienoptionen endet der Handel in der verfallenden Serie um 16:00 Uhr New Yorker Zeit, in Deutschland meist um 22:00 Uhr; einige große ETF-Optionen wie SPY dürfen bis 16:15 Uhr gehandelt werden. Seit 2015 ist der Freitag selbst der Verfallstag, nicht mehr der Samstag.

Was passiert, wenn ich eine Option im Geld nicht verkaufe?

Liegt sie zum Schlusskurs mindestens 0,01 $ im Geld, wird sie von der OCC automatisch ausgeübt. Bei einem Call kaufen Sie dann 100 Aktien je Kontrakt zum Strike, bei einem Put verkaufen Sie 100 Aktien. Fehlt dafür das Kapital, schließen viele Broker die Position vorher selbst – oft zu ungünstigen Kursen.

Kann ich nach 16:00 Uhr noch ausüben?

Ja. Nach den Börsenregeln müssen Ausübungsentscheidungen bis 17:30 Uhr ET vorliegen. Handeln können Sie die verfallende Option nach 16:00 Uhr nicht mehr. Ihr Broker setzt meist eine frühere Frist; maßgeblich ist seine.

Was ist Pin-Risiko?

Das Risiko des Optionsverkäufers, wenn der Kurs zum Handelsschluss genau am Strike steht. Weil Inhaber bis 17:30 Uhr ET entscheiden und dabei nachbörsliche Kursbewegungen berücksichtigen können, weiß der Verkäufer bis Samstag oder Montag nicht sicher, ob er zugeteilt wird.

Was ist der Unterschied zwischen SPX und SPXW?

Monatliche SPX-Optionen werden am Donnerstag vor dem dritten Freitag zuletzt gehandelt und zum Eröffnungswert am Freitag abgerechnet (AM-Settlement). SPXW-Optionen verfallen an jedem Handelstag und werden zum Schlusskurs abgerechnet (PM-Settlement). Beide sind europäisch und werden bar ausgeglichen.

Kann mein Spread mehr verlieren als den maximalen Verlust?

Ja, wenn er bis zum Verfall offen bleibt und der Kurs zwischen den Strikes schließt. Dann wird das verkaufte Bein zugeteilt, während das gekaufte wertlos verfällt, und Sie halten über das Wochenende eine ungesicherte Aktienposition. Bei bar abgerechneten Indexoptionen besteht dieses Risiko nicht.

Gelten an der Eurex dieselben Regeln?

Der Verfallstag ist auch dort der dritte Freitag, die Uhrzeiten unterscheiden sich aber: DAX-Optionen werden bis 13:00 Uhr gehandelt und zum Ergebnis der Xetra-Intraday-Auktion abgerechnet, Euro-Stoxx-50-Optionen bis 12:00 Uhr, Aktienoptionen bis 17:30 Uhr. Indexoptionen werden bar abgerechnet, Aktienoptionen beliefert.

So geht es weiter

Alle Zahlenbeispiele in diesem Guide sind gerundete, illustrative Annahmen und keine Marktdaten. Der Inhalt dient der Bildung und ist keine Anlageberatung. Optionen sind komplexe Instrumente; Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich, bei verkauften Optionen auch darüber hinaus.