So nutzen Sie den Wheel Tracker
Fünf Minuten pro Woche reichen: Jede Order, die Sie beim Broker ausführen, tragen Sie hier mit denselben Zahlen ein.
- 1
Position anlegen
Ticker eingeben und die Kontraktgröße wählen: 100 Aktien je Kontrakt bei US-Aktienoptionen, 10 bei Kontrakten mit kleinerer Größe. Maßgeblich ist die Kontraktspezifikation Ihrer Option.
- 2
Put verkaufen
Anzahl Kontrakte, Strike und Prämie je Aktie eintragen – also den Kurs, den Ihr Broker anzeigt, nicht den Gesamtbetrag. Gebühren erfassen Sie als Gesamtbetrag.
- 3
Die offene Option weiterführen
Unter „Offene Optionen“ hat jeder Put und Call vier Knöpfe: zurückkaufen, rollen (Rückkauf und neue Option in einem Schritt), wertlos verfallen und zugeteilt beziehungsweise ausgebucht. So weiß der Tracker immer, welche Option Sie meinen.
- 4
Covered Calls verkaufen
Nach der Zuteilung zeigt die Karte den bereinigten Einstand je Aktie. Der Reparatur-Rechner nennt den niedrigsten Call-Strike, mit dem Sie bei Ausübung nicht unter diesen Wert fallen.
- 5
Wochenzahl ablesen und sichern
Oben steht die Netto-Prämie der laufenden Kalenderwoche, dazu Monat, Jahr und die kumulierte Kurve. Exportieren Sie Ihre Daten regelmäßig als JSON – sie liegen nur in diesem Browser.
Wie der bereinigte Einstand berechnet wird
Ein Wheel-Zyklus beginnt mit dem ersten Trade, den Sie ohne Aktien und ohne offene Option eingehen, und endet, sobald Sie wieder flach sind: der Put verfällt oder wird zurückgekauft, oder die Aktien werden über den Covered Call ausgebucht. Innerhalb dieses Zyklus zählt der Tracker jeden Zahlungsstrom: Prämien (+), Rückkäufe (−), Aktienkäufe (−), Aktienverkäufe (+), Dividenden (+) und Gebühren (−).
Solange Sie Aktien halten, ist diese Summe negativ – ungefähr um das, was die Aktien gekostet haben, abzüglich aller bisher eingenommenen Prämien. Teilt man sie durch die Zahl der Aktien, erhält man den bereinigten Einstand: den Kurs, zu dem Sie die Aktien verkaufen könnten, ohne mit dem Zyklus Geld zu verlieren.
- Netto-Cashflow
- Prämien − Rückkäufe + Dividenden − Gebühren + Aktienverkäufe − Aktienkäufe
- Bereinigter Einstand
- − Netto-Cashflow ÷ gehaltene Aktien
- Breakeven in der Put-Phase
- (Strike × Aktien je Kontrakt − Netto-Cashflow) ÷ Aktien bei Zuteilung, also Strike minus Netto-Prämie
- Realisierter Gewinn
- Netto-Cashflow, sobald der Zyklus geschlossen ist
- Rendite auf Kapital
- realisierter Gewinn ÷ höchstes gebundenes Kapital im Zyklus (Put-Sicherheit Strike × Aktien, danach Kaufpreis der Aktien); annualisiert × 365 ÷ Tage im Trade
Fiktive Aktie XYZ, 1 Kontrakt à 100 Aktien, ohne Gebühren. Die Zahlen sind illustrativ, keine Marktdaten.
| Datum | Schritt | Zahlungsstrom | Bereinigter Einstand |
|---|---|---|---|
| 5. Jan. | Put 50 verkauft, Prämie 1,50 | +150 $ | – (noch keine Aktien; Breakeven 48,50 $) |
| 30. Jan. | Zugeteilt: 100 Aktien zu 50 | −5.000 $ | (5.000 − 150) ÷ 100 = 48,50 $ |
| 2. Feb. | Call 52 verkauft, Prämie 1,00 | +100 $ | (5.000 − 250) ÷ 100 = 47,50 $ |
| 27. Feb. | Call verfällt wertlos | 0 $ | 47,50 $ |
| 2. März | Call 51 verkauft, Prämie 1,20 | +120 $ | (5.000 − 370) ÷ 100 = 46,30 $ |
| 27. März | Ausgebucht zu 51 | +5.100 $ | Zyklus geschlossen |
Netto-Prämie 370 $, realisierter Gewinn 470 $ (5.100 − 4.630). Gebundenes Kapital 5.000 $ über 81 Tage: 9,4 % auf das Kapital, einfach hochgerechnet 42,4 % p. a. Die Annualisierung unterstellt, dass sich ein solcher Zyklus das ganze Jahr wiederholen lässt – das ist eine Rechengröße, keine Prognose.
Der Reparatur-Rechner
Fällt die Aktie nach der Zuteilung deutlich, stellt sich die typische Wheel-Frage: Welchen Call kann ich verkaufen, ohne bei Ausübung unter meinem Einstand zu landen? Bei Ausübung zum Strike K realisiert der Zyklus Aktien × (K + Call-Prämie − bereinigter Einstand) − Gebühren. Null oder mehr ergibt sich ab K ≥ bereinigter Einstand − Call-Prämie + Gebühren ÷ Aktien.
Beispiel: Nach der Zuteilung oben liegt der Einstand bei 48,50 $, die Aktie ist auf 44 $ gefallen. Bringt ein Call angenommen 0,60 $, reicht rechnerisch ein Strike von 47,90 $; der nächste gelistete Strike ist 48. Ausgebucht zu 48 bliebe ein Zyklusgewinn von 10 $. Ob es für diesen Strike überhaupt 0,60 $ Prämie gibt, zeigt erst die Optionskette.
Häufige Fragen zum Wheel Tracker
Kostet der Wheel Tracker etwas oder brauche ich ein Konto?
Nein. Der Tracker ist kostenlos und funktioniert ohne Anmeldung. Ihre Einträge werden ausschließlich im localStorage Ihres Browsers gespeichert und nicht an BeInOptions übertragen.
Was zählt als ein Wheel-Zyklus?
Ein Zyklus läuft vom ersten Trade, den Sie ohne Aktien und ohne offene Option eingehen, bis Sie wieder flach sind. Ein Put, der wertlos verfällt, ist also schon ein vollständiger Zyklus. Wird er zugeteilt, läuft der Zyklus über die Covered Calls weiter, bis die Aktien ausgebucht oder verkauft sind.
Warum senkt die Prämie den Einstand?
Weil die Prämie bares Geld ist, das Sie für genau diese Position erhalten haben. Für die Positionsführung ist deshalb entscheidend, wie viel Geld netto in den Aktien steckt. Der Tracker zeigt beides: den gezahlten Strike und den bereinigten Einstand nach allen Prämien, Dividenden und Gebühren des Zyklus.
Ist der bereinigte Einstand mein steuerlicher Anschaffungspreis?
Nicht unbedingt. Wie Stillhalterprämien und Zuteilungen steuerlich behandelt werden, hängt vom Land und vom Einzelfall ab. Der Tracker rechnet keine Steuern; maßgeblich sind die Abrechnungen Ihres Brokers und gegebenenfalls Ihre Steuerberatung.
Wie erfasse ich einen Roll?
Klicken Sie bei der offenen Option auf „Rollen“ und tragen Sie den Rückkaufpreis der alten sowie Strike, Prämie und Verfall der neuen Option ein. Der Tracker bucht beides als ein Ereignis, die neue Option bleibt im selben Zyklus.
Wie wird die Rendite berechnet, und warum ist die annualisierte Zahl so hoch?
Grundlage ist das höchste Kapital, das im Zyklus gebunden war: bei Puts Strike mal Aktien je Kontrakt, bei Aktien der Kaufpreis. Die annualisierte Rendite rechnet die Zyklusrendite einfach auf 365 Tage hoch. Bei kurzen Zyklen wird sie dadurch schnell zweistellig – sie sagt nur, was bei lückenloser Wiederholung herauskäme.
Was bedeutet die Kontraktgröße 10?
Die meisten US-Aktienoptionen beziehen sich auf 100 Aktien je Kontrakt. Es gibt aber auch kleinere Kontrakte; Eurex etwa bietet neben den Standard-Aktienoptionen Mini Single Stock Options mit kleinerem Multiplikator an. Wie viele Aktien Ihr Kontrakt umfasst, steht in seiner Kontraktspezifikation – wählen Sie 10, wenn es 10 sind.
Wie übertrage ich meine Daten auf ein anderes Gerät?
Über „JSON exportieren“ und auf dem anderen Gerät „JSON importieren“. Beim Import können Sie zusammenführen oder alles ersetzen. Der CSV-Export eignet sich für Tabellenkalkulationen.