Optionsdaten · stündlich aktualisiert
Expected Move und Max Pain
Wie weit der Optionsmarkt eine Aktie bis Freitag und bis zum Monatsverfall laufen sieht, wo Max Pain liegt und wie Puts und Calls verteilt sind – für die 14 meistgesuchten US-Optionswerte auf dieser Seite, jeweils mit eigener Detailseite.
Stand: 10. Oktober 2026 um 15:39 MESZ
Alle Basiswerte
| Basiswert | Expected Move Woche | Expected Move Monat | Max Pain (nächster Freitag) | Put/Call-OI |
|---|---|---|---|---|
| S&P 500 ETF SPY | ±1,1 % Fr., 16. Okt. | ±3,5 % Fr., 20. Nov. | 768 $ (−1,4 %) | 3,94 |
| Nasdaq-100 ETF QQQ | ±1,6 % Fr., 16. Okt. | ±5,1 % Fr., 20. Nov. | 734 $ (−2,3 %) | 1,83 |
| NVIDIA NVDA | ±3,2 % Fr., 16. Okt. | ±9,5 % Fr., 20. Nov. | 215 $ (−6,2 %) | 0,71 |
| Tesla TSLA | ±4,1 % Fr., 16. Okt. | ±11,2 % Fr., 20. Nov. | 370 $ (−3,3 %) | 0,91 |
| Apple AAPL | ±2,5 % Fr., 16. Okt. | ±6,9 % Fr., 20. Nov. | 325 $ (−3,5 %) | 0,67 |
| Microsoft MSFT | ±2,5 % Fr., 16. Okt. | ±8,2 % Fr., 20. Nov. | 480 $ (−10,3 %) | 0,55 |
| Amazon AMZN | ±2,9 % Fr., 16. Okt. | ±10,2 % Fr., 20. Nov. | 250 $ (−4,7 %) | 0,51 |
| Meta META | ±3,6 % Fr., 16. Okt. | ±11,1 % Fr., 20. Nov. | 655 $ (−8,9 %) | 0,54 |
| Palantir PLTR | ±4,6 % Fr., 16. Okt. | ±14,7 % Fr., 20. Nov. | 170 $ (−18,7 %) | 1,12 |
| Netflix NFLX | ±3,1 % Fr., 16. Okt. | ±11,1 % Fr., 20. Nov. | 72 $ (+2,4 %) | 0,71 |
| Micron MU | ±4,7 % Fr., 16. Okt. | ±12,3 % Fr., 20. Nov. | 980 $ (−4,8 %) | 1,07 |
| Robinhood HOOD | ±5,5 % Fr., 16. Okt. | ±16,3 % Fr., 20. Nov. | 110 $ (+0,9 %) | 0,87 |
| MicroStrategy MSTR | ±6,4 % Fr., 16. Okt. | ±17,1 % Fr., 20. Nov. | 140 $ (−9,3 %) | 0,92 |
| SAP SAP | ±3,5 % Fr., 16. Okt. | ±11,0 % Fr., 20. Nov. | 215 $ (+0,1 %) | 1,15 |
Deutsche Telekom fehlt bewusst: Auf die in den USA gehandelte Aktie (DTEGY) sind keine Optionen gelistet, und Eurex-Daten liegen dieser Seite nicht vor. Ein Expected Move ohne Optionsmarkt wäre geraten.
Wie die Zahlen entstehen
So wird der Expected Move berechnet
Grundlage ist der At-the-money-Straddle: ein Call und ein Put mit demselben Strike nahe dem aktuellen Kurs und demselben Verfallstermin. Zusammen kosten sie ungefähr so viel, wie der Markt die Aktie bis zum Verfall im Durchschnitt schwanken sieht. Wir nehmen die Mitte zwischen Geld- und Briefkurs beider Optionen und interpolieren zwischen den beiden Strikes ober- und unterhalb des Kurses, damit kein innerer Wert in die Zahl rutscht.
Der Straddle-Preis entspricht etwa 0,8 Standardabweichungen. Eine Spanne von einer vollen Standardabweichung wäre also rund ein Viertel breiter. Wir bleiben bei der Straddle-Zahl, weil sie direkt am Markt abzulesen ist und weil Händler den Expected Move fast immer so angeben.
Sind die Quotes zu weit auseinander oder einseitig – etwa am Wochenende oder kurz vor Handelsbeginn –, rechnen wir hilfsweise mit der impliziten Volatilität der At-the-money-Optionen und rechnen sie auf dieselbe Straddle-Basis um. Die Tabelle zeigt dann „IV“ als Methode. Lässt sich auch daraus nichts Plausibles ableiten, zeigen wir keinen Wert statt eines falschen.
Max Pain und seine Grenzen
Max Pain ist der Strike, bei dem die Optionen eines Verfallstermins zusammen den geringsten inneren Wert hätten – an dem Optionskäufer insgesamt also am wenigsten ausgezahlt bekämen. Berechnet wird das allein aus dem Open Interest je Strike.
Daraus folgt, was Max Pain nicht kann. Open Interest sagt nicht, wer gekauft und wer verkauft hat, und nicht, ob eine Position abgesichert ist. Es wird nur einmal täglich nach Handelsschluss ermittelt, die Zahl ist tagsüber also immer vom Vortag. Und die Theorie, Kurse würden zum Verfall auf Max Pain „gezogen“, ist eine Beobachtung mit vielen Gegenbeispielen, kein Mechanismus, auf den man sich verlassen könnte. Wir zeigen Max Pain, weil danach gesucht wird – als Kursziel taugt es nicht.
Bei weniger als 1.000 offenen Kontrakten in einem Verfallstermin zeigen wir weder Max Pain noch Put/Call-Verhältnis: Dort entscheiden wenige Positionen über das Ergebnis.
Put/Call-Verhältnis
Das Put/Call-Verhältnis teilt die offenen Puts durch die offenen Calls über die angezeigten Verfallstermine. Ein hoher Wert heißt nicht automatisch, dass der Markt fällt: Bei Index-ETFs wie SPY sind viele Puts Absicherungen großer Aktiendepots, deshalb liegt das Verhältnis dort fast immer über 1. Aussagekräftiger ist der Vergleich mit dem eigenen Normalniveau eines Werts als mit einer festen Schwelle.
Daten und Aktualisierung
Die Werte stammen aus öffentlich abrufbaren, verzögerten Kursen der US-Optionsbörsen und werden höchstens einmal pro Stunde neu berechnet. Der Zeitstempel auf jeder Seite zeigt, wann. Wir zeigen nur abgeleitete Kennzahlen, keine Optionsketten. Nichts davon ist eine Empfehlung: Optionen preisen Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheiten, und tatsächliche Bewegungen liegen regelmäßig außerhalb der Spanne.
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